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Kontrollierte Abgabe von Cannabisprodukten

Die Kriminalisierung von Cannabis schadet mehr als sie nützt. Es ist höchste Zeit für eine drogenpolitische Kehrtwende. Die aktuelle Prohibitionspolitik in Deutschland hat erhebliche Nebenwirkungen. Aufgrund des unkontrollierten Drogenmarktes kann aktuell der Verkauf und die Qualität von Cannabis nicht von unabhängigen, staatlichen Stellen geprüft werden. Der Handel der Drogen wird der (organisierten) Kriminalität überlassen. Das auf diese Weise gehandelte Cannabis ist nicht selten mit gesundheitsschädlichen, teilweise auch giftigen Zusätzen gestreckt. Durch eine staatlich kontrollierte und regulierte Abgabe von Cannabis kann die Reinheit und die Qualität des konsumierten Stoffes besser gewährleistet werden, was insgesamt zu einem weniger gesundheitsschädlichen Konsum führt.

Auch ein wirksamer Jugend- und Verbraucher*innenschutz wird durch die derzeitige Verbotspolitik verhindert. Wer Cannabis nimmt oder ausprobiert, wird sich in der Regel mit seinen Fragen und Ängsten nicht öffentlichen Stellen anvertrauen, sondern Menschen, die ebenfalls illegale Drogen konsumieren. Vor allem für Jugendliche ist deshalb die Gefahr groß, unbemerkt in eine Suchtspirale zu geraten.

Die Verbotspolitik stigmatisiert Cannabiskonsument*innen, nötigt staatlichen Behörden, die eigentlich den gewerbsmäßigen Anbau und Handel im Fokus haben, eine aufwendige Ermittlungstätigkeit ab und befördert vielmehr kriminelle Karrieren und ist wesentliche Voraussetzung für Milliardenumsätze der internationalen organisierten Kriminalität. Dem Fiskus entgehen durch den mit der Kriminalisierung einhergehenden Schwarzmarkt Milliardeneinnahmen. Die aktuelle Drogenpolitik reguliert dazu in keiner Weise Angebot und Nachfrage nach Cannabisprodukten. Laut Bundesärzteblatt haben 2018 ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland zwischen 18 und 64 (7,1 Prozent) mindestens einmal innerhalb der letzten 12 Monate Cannabis konsumiert. Damit ist Cannabis bei weitem die beliebteste illegale Droge Deutschlands.

International gibt es einen Trend zur Entkriminalisierung und kontrollierten Abgabe von Cannabisprodukten. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Land Bremen die Politik, sich auf Bundesebene für eine Evaluation und Reform der Drogenpolitik einzusetzen und auf Landesebene alle Möglichkeiten für eine liberalere Handhabung des Cannabiskonsums durch Erwachsene auszuschöpfen.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den kompletten Antragstext einsehen möchten.

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