Zwangsverheiratung ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte, dem nur in interkultureller Zusammenarbeit begegnet und nachhaltig Einhalt geboten werden kann. An diesem Prozess müssen Institutionen wie Polizei, Schulen und Sozialämter ebenso beteiligt werden wie soziale, politische, kulturelle und religiöse MigrantInnenorganisationen.
Eine effektive Bekämpfung von Zwangsverheiratung kann nur in umfangreicher Kooperation mit sozialen, politischen, kulturellen und religiösen MigrantInnenorganisationen erreicht werden. DIE LINKE fordert, dass die Versorgung des Bremer Sozialamtes und der Polizeidienststellen dahingehend ausgebaut wird, dass von Zwangsheirat Bedrohte und Betroffene durchgehend Hilfe finden können.
Darüber hinaus ist ein Gremium einzurichten, in dem Bremische Behörden und MigrantInnenorganisationen vertreten sind, um sich gemeinsam mit dem Thema der Zwangsverheiratung auseinandersetzen. Ziel dieser Schnittstelle soll es sein, geeignete Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Zwangsverheiratung zu entwickeln und bei deren Entwicklung und Umsetzung migrantische Institutionen einzubeziehen.