Tagtäglich treffen Bürgerinnen und Bürger auf Waren und Dienstleistungen, deren Qualität sie nur schwer beurteilen können, auf einen schwer überschaubaren Dschungel von Inhaltsstoffen, Gütesiegeln und irreführenden Kennzeichnungen. Sie sollen für ihre private Daseinsvorsorge folgenschwere Verträge abschließen, die selbst Expertinnen und Experten kaum durchschauen, die Finanzkrise hat die Unübersichtlichkeit im Bereich der Finanzprodukte verdeutlicht. Miete, Gas- und Energiekosten steigen ständig. Verbraucherinnen und Verbraucher sehen sich mit Datenspeicherung und neuen technologischen Entwicklungen wie dem Internethandel konfrontiert. Dabei hinterlassen sie Spuren, ohne diese kontrollieren zu können. Und sie müssen sich mit unerwünschten Mails oder belästigenden Telefonanrufen herumschlagen. Diese Art von Werbung enthält obendrein häufig einseitige oder gar irreführende Informationen. Bei Vertragsabschlüssen werden seitenweise Rechte der Konsumenten im „Kleingedrucktem“ außer Kraft gesetzt.
Verbraucherverbände unterstützen die Verbraucherinnen und Verbraucher. Doch auch ihre Büros wurden nach und nach wegrationalisiert, die finanziellen Mittel wurden reduziert. Ihr Kampf um die Einhaltung von Regeln ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, angesichts unternehmensfreundlicher Gesetze und fehlender staatlicher Kontrolle.
Verbraucherinnen und Verbraucher sind gegenüber den Herstellern und Vertreibern von Waren und gegenüber Dienstleistungsanbietern im Nachteil. Infolge mangelnder Fachkenntnis und fehlender oder gar falscher Informationen sind sie benachteiligt.. Dieses Ungleichgewicht sinnvoll auszugleichen ist Anliegen und Aufgabe der Verbraucherschutzpolitik der LINKEN. Wir fordern: Gesundheitsgefährdende Produkte müssen vom Markt dafür gilt es insbesondere den Warenstrom, der in die EU fließt besser zu kontrollieren. Wir brauchen Transparenz, die auch bildungsferne und unerfahrene VerbraucherInnen weiterhilft.