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Hochschulpolitik

Ähnlich wie die Schulen im Lande werden auch die Hochschulen kaputtgespart. Der Senat hat in den letzten Jahren die Mittel für Personal und Ausstattung drastisch zurückgefahren. In fünf Jahren wurden landesweit 80 Professuren gekürzt, unzählige Angestellte und Dozenten entlassen, komplette Studiengänge gestrichen. In Bremen werden seitdem beispielsweise keine Sportlehrer und - Lehrerinnen mehr ausgebildet. Das Ganze brachte 100 Millionen Euro und eine Hochschullandschaft, die seitdem auf dem Zahnfleisch geht.

Paradoxer Weise erhalten einzelne Studiengänge seitdem höhere Mittel, um sogenannte „Exzellenzbereiche“ aufzubauen. Sie sollen über die Landesgrenzen attraktiv sein und der Uni in speziellen Bereichen eine Spitzenposition in Deutschland ermöglichen. Ausgestattet mit zusätzlichem Personal, moderner Technik und extrem hohen Zugangshürden für die Studieninteressierten, werden diese Studiengänge hofiert. Die Uni spaltet sich in vernachlässigte Studiengänge und eben jenen, die nach Meinung der Politik „exzellent“ sind oder sein sollen. DIE LINKE steht für die Vielfalt von Lehre und Forschung, die sich nicht an Verwertbarkeitskriterien und einem „guten Ruf“ messen lassen darf.

Unabhängig von dieser verfehlten Spar- und Spaltungspolitik sind alle Statusgruppen im universitären Bereich vom Bologna-Prozess (Bachelor/Masterstudiengänge) kalt erwischt worden. Sowohl Professorinnen und Professoren als auch die Studierenden klagen über viel zu verschulte Lehrpläne, die keinen Raum für  eigenständiges Lernen und freie Bildung mehr lassen.

Die Zahl derer die abgehängt werden, weil sie mit dem vielen Stoff nicht mehr klar kommen, wächst enorm, seitdem die Studiengänge reformiert worden sind.

DIE LINKE fordert  deshalb neben einer gesicherten Finanzierung, die die Situation vor der großen Kürzungsrunde (HEP V) wiederherstellt, einen Revision der Bachelor- und Masterstudiengänge. Mit dem Ziel das Studium zu entzerren und eigenständige inhaltliche Orientierung zu ermöglichen.  

Außerdem setzt sich die Linksfraktion dafür ein, dass

- unsinnige Anwesenheitslisten wieder abgeschafft werden

- die Verwaltungsgebühren von rund 200€ im Semester nicht weiter ansteigen und auch weiterhin keine Studiengebühren erhoben werden

- die Uni weiterhin zu ihrem pazifistischen Bekenntnis steht und Kooperationen zu Rüstungsunternehmen ein Tabu bleiben

- keine öffentlichen Gelder in die Privatuni „IUB“ fließen, die von ihren Studierenden sehr hohe Gebühren verlangt

- die Vielfalt der Studiengänge höher gewertet wird, als die Exzellenz einzelner Bereiche

- Tierversuche an den Hochschulen verboten werden

- Situation von Studierenden mit Kindern verbessert wird

- auf Bundesebene eine finanzielle Verbesserung für die Studierenden (BAFöG) ermöglicht wird

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