Die Familienpolitik war lange Zeit bemüht, klassische Rollenbilder in der Familie zu fördern. Diese liefen darauf hinaus, dass der (Ehe-)Mann als Familienoberhaupt das Geld erwirtschaftete, während sich die (Ehe-)Frau um die Erziehung und den Haushalt kümmern sollte. Ein antiquierter Familienentwurf, der weder die Realität im Land abbildet, noch politisch wünschenswert ist. Andere EU-Länder sind uns da meilenweit voraus und belächeln die deutsche Familienpolitik – zu Recht.
Einige zentrale Punkte müssen dringend reformiert werden um die Gesellschaft zu modernisieren:
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen
- Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten bereits im frühkindlichen Alter
- Abschaffung Ehe-zentrierter Vorteile im Steuer- und Sozialrecht, die nicht-eheliche Gemeinschaften diskriminieren
- Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
- Abschaffung von sozialrechtlichen Politiken, die Abhängigkeiten zwischen den LebenspartnerInnen schaffen und aufrecht erhalten (z.B. die Bedarfsgemeinschaften im ALG-II)
- Statt Steuerbegünstigungsmodelle wie dem „Ehegattensplitting“ wollen wir die individuelle Besteuerung. Stattdessen sollen tatsächliche Betreuungs- und Pflegeleistungen, das Zusammenleben mit Kindern steuerlich gefördert bzw. entsprechende Unterhaltszahlungen berücksichtigt werden.