„Eine Schule für Alle“ ermöglicht langes gemeinsames Lernen, ist gerecht und hebt das Bildungsniveau aller SchülerInnen, wie die PISA-Studie in 57 Ländern bewiesen hat. Ein solches Modell verringert die soziale Selektion, sie vermeidet soziale und ethnische Ausgrenzung. Im drei- oder zweigliedrigen System, wie es jetzt von Rot-Grün eingeführt wird, bleiben diese Chancen vertan.
Selbst wenn eine Stärkung integrativer Schulen vom Senat angestrebt wird (die Gymnasien bleiben von der Schulreform auf Drängen der CDU unangetastet), bestehen die altbekannten Probleme an Bremens Schulen weiterhin: Überfüllte Klassen, viel Unterrichtsausfall, schlechte Ausstattung in Fachräumen und beim Unterrichtsmaterial, wenig Freiräume zum selbständigen Arbeiten, zu wenige echte Ganztagsangebote, ungesunder Leistungs- und Konkurrenzdruck, individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten bleiben unberücksichtigt.
Hier gilt es endlich Geld in die Hand zu nehmen, die konkreten Probleme der unzumutbaren Lernbedingungen anzugehen und mittelfristig eine echte integrative Schulstruktur zu etablieren, wo alle gemeinsam länger und besser lernen können und damit insgesamt bessere Zukunftschancen erreichen.
Die LINKE in Bremen wird immer wieder die bildungspolitischen Schlaglöcher aufzeigen, für die diese Regierungskoalition verantwortlich ist. Und sie wird sich mit den von der Misere Betroffenen solidarisieren und konsequent die Forderungen nach einem zukunftssicher finanzierten, sozial gerechten Bildungssystem mit dem Kernstück „einer Schule für alle“ vertreten.