30 Prozent der Kinder in Bremen wachsen in Armut auf. In Bremerhaven sind es sogar 40 Prozent. Immer mehr Menschen verdienen so wenig, dass sie trotz Arbeit nicht in der Lage sind, sich und ihre Familie zu ernähren. Die Politik tut – in Bremen
immer mit der rituellen Verneigung vor der „Haushaltslage“ – wenig bis nichts dagegen.
Obwohl sich die Situation weiterhin zuspitzt, falls nicht endlich gehandelt wird.
Armut bedeutet nicht nur weniger Geld auf dem Konto, als der Durchschnittsbürger es hat. Armut betrifft alle Lebensbereiche. Armut mindert die Bildungschancen von betroffenen Kindern, führt dazu, dass kulturelle Einrichtungen nicht besucht werden können, arme Menschen können sich den öffentlichen Nahverkehrt nicht leisten. Armut erzeugt Unzufriedenheit, nicht nur gegenüber der individuellen Lebenssituation, sondern auch in Bezug auf den Staat und seiner Politik, im schlimmsten Fall fördert Armut Demokratieverdrossenheit.
Arme Menschen leiden häufiger an gesundheitlichen Problemen, ohne sich adäquate medizinische Hilfe, die immer öfter zuzahlungspflichtig ist, leisten zu können. Sie müssen sich schlechter ernähren und ihre Lebenserwartung ist niedriger.
Eine Wirtschaftsordnung, die von der Politik nicht dahingehend modifiziert wird, dass Armut minimiert wird, führt auf Dauer zu gesellschaftlichen Verwerfungen, die weit über die direkt Betroffenen hinausgehen und den Zusammenhalt Aller gefährdet.
In einer Zeit, wo die wirtschaftliche Produktivität so hoch entwickelt ist, dass genügend für alle da ist, ist Armut das schlimmste Manko, was es gibt. Es zeugt davon, dass Teile der Gesellschaft wissentlich und willentlich an den Rand gedrängt und schikaniert werden. Dies geschieht in den allermeisten Fällen ohne, dass die Armen ihrerseits etwas an ihrer Situation ändern könnten.
DIE LINKE hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, Armut zu bekämpfen. Die Linksfraktion versucht bei jeder Gelegenheit den bremischen Senat dazu zu bringen, endlich auch im Sinne der unteren Schichten aktiv zu werden.
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