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Migrationskonferenz

Ein Film von Sabine Peter

Klicken Sie bitte hier, um den Film anzusehen.

Das Konzept können Sie hier downloaden.

Miteinander reden statt übereinander

Am 14. Juli 2008 fand im Haus der Bremischen Bürgerschaft mit über 200 Gästen sowie 35 Referentinnen und Referenten die erste Migrationskonferenz der Fraktion DIE LINKE statt. Der Bremer Bürgerrundfunk Weser.TV zeichnete die Veranstaltung auf und überträgt den Mitschnitt am Samstag dem 02. August 2008 und am Sonntag dem 03. August 2008, jeweils um 19:55 Uhr über Kabelfernsehen, Kanal 12. Wenn Sie über keinen Kabelanschluss verfügen, können Sie das Programm auch im Internet (www.radioweser.tv) verfolgen.

Obwohl die Veranstaltungszeit nicht reichte, um sich aller im Raum stehenden Gesprächsthemen adäquat anzunehmen, wurde der Anspruch, miteinander zu reden statt übereinander, locker erfüllt. Für Sirvan Cakici, migrationspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, ist dies eine wertvolle Bilanz und „vor allem dem Entgegenkommen und der Unterstützung aller Beteiligten“ zu verdanken.

Für den kulturellen Auftakt sorgten Live-Musik vom Duo Daf und der Schriftsteller Osman Engin. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung durch Sirvan Cakici und Bürgerschaftspräsident Christian Weber. Anschließend begann die inhaltliche Debatte mit einer Podiumsdiskussion zum Integrationsbegriff. Gesprächsgruppen fanden zu den Themen Bildung, Niedriglohn, Unternehmertum und Geschlechtergleichstellung statt.

Was ist Integration? Für Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland, liegen Anspruch und Wirklichkeit von Integration so weit auseinander, dass er den vielbeschworenen Begriff als „nichtssagend“ ablehnt. Einen gemeinschaftlichen Integrationsbegriff, der statt einer „falsch verstandenen Assimilierung“ die gleichwertige Behandlung aller vorsieht, müsse man erst noch erkämpfen, fügte Hüseyin Kenan Aydin, MdB für DIE LINKE, hinzu. Die Verantwortung, Grenzen abzubauen, läge dabei auch und vor allem bei der gesellschaftlichen Mitte, die ohne Anpassungsdruck in Deutschland lebt.

Dass Menschen mit Migrationshintergrund in praktisch allen Arbeits- und Lebensbereichen einem Mangel an Mitsprache, Selbstbestimmung, Repräsentation und Verständnis gegenüberstehen, wurde auch auf dem Panel zu „MigrantInnen in den Medien“ diskutiert. Die oftmals polarisierende Rapperin Lady Bitch Ray alias Reyhan Sahin fand Zuspruch, als sie ausgrenzende Erfahrungen schilderte und forderte, dass „Andersdenkende respektiert werden“. Die Journalistin Mercedes Pascual Iglesias hatte zuvor herausgestellt, dass es zwar eine „schöne bunte Medienwelt“ mit verhältnismäßig hohem MigrantInnenanteil gäbe, sie aber „nie ein Farbfleck sein“ wolle.

Im Schlusswort der Migrationskonferenz verwies Sirvan Cakici darauf, dass ihr die Vielfalt der vertretenen Gruppen, Fraktionen und Einzelpersonen ein besonderes Anliegen war: „Ein gemeinsamer Dialog, der politisch etwas bewirken will, braucht demokratischen Pluralismus und keine Vereinzelung der Stimmen. Wir hoffen, dass die heutige Veranstaltung in diesem Sinne ein Schritt nach vorne und nicht die letzte ihrer Art gewesen ist.“

 

Hier können Sie die Begrüßungsrede von Sirvan Cakici downloaden. Es gilt das gesprochene Wort!

 

Migrationskonferenz in Bremen

Конференция:  "Это наш дом. Мигранты в Бремене„

Göç Konferansı

Konferencja na temat migracji

Bremen ist eine vielfältige Stadt: Laut Integrationsbericht 2007 – 2011 der Bremer Landesregierung haben 20% der Bremer Bevölkerung einen Migrationshinter- grund. Das bedeutet, dass von fünf Bremer Bürgerinnen und Bürgern eine Per- son aus dem Ausland kommt oder eine aus dem Ausland zugezogene Familie hat. Das Einwohnermelderegister zählt über 180 Nationalitäten, die in Bremen vertreten sind.

Ein harmonisches und gleichberechtigtes Miteinander in dieser bunten Mischung kann auf Dauer nur erreicht werden, wenn wir MITeinander statt GEGENeinander arbeiten. Unser wichtigstes Ziel ist daher, möglichst viele verschiedene Gruppen in einen gemeinsamen und konstruktiven Dialog zu bringen. Deshalb möchten wir neue Kontakte zu den Bremer MigrantInnen und ihren Organisationen auf- bauen und bestehende Kontakte stärken. Dazu gehört auch, dass wir gerne herauszufinden möchten, welche Bedürfnisse bei den MigrantInnen Bremens im Vordergrund stehen und wie wir als Fraktion DIE LINKE hierauf eingehen können.

Daher haben wir am Samstag, dem 14. Juni 2008, ganz herzlich zu unserer Migrationskonferenz „Hier sind wir zuhause. MigrantInnen in Bremen“ eingeladen.

Wir möchten Teilnehmer aus allen in Bremen und Umgebung vertretenen Nationen und ethnischen Gruppen einbeziehen. Bei unserer Veranstaltung waren politische, religiöse, soziale und kulturelle Einrichtungen aller Art ebenso willkommen wie Wissenschaftler, Politiker und andere, ganz „normale“ Interessierte in Bremen und Umgebung. Unser wichtigstes Ziel war dabei, allen Beteiligten und Interessierten die Möglichkeit zum Austausch zu geben. Das Programm wurde in seinen Einzelteilen entsprechend offen ausgelegt und bot verschiedene Themen und Veranstaltungsformen an.