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Das Workshop-Ergebnis im Video

Frauenspezifische Weiterbildung

Dr. Barbara Löhr

Diese Arbeitsgruppe befasste sich zuerst mit dem Begriff „Bildung“. Die Frauen kamen zu dem Ergebnis, dass es heute in der Erwachsenenbildung mehr um die betrieblich verwertbaren Qualifizierungsmaßnahmen geht als um die persönliche, kulturelle und politische Weiterbildung. Das betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Diese Entwicklung in der Bildung wurde kritisiert.

Als typisch weibliches Lernen wurde benannt, dass Frauen von ihren eigenen und gemeinsamen Erfahrungen ausgehen, um sich dann neue Bereiche zu erobern. Diese werden von Frauen umgehend auf ihre auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Das bedeutet auch, dass eine größere Offenheit besteht, über Persönliches zu sprechen. Lernen von Frauen heißt, dass „Kopf und Bauch“ gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Frauen interessieren sich eher für alltagsorientierte Themen, ihre Diskussionsform ist wenig durch Konkurrenzverhalten bestimmt, („keine Leitwölfin“) da für sie die sozialen Beziehungen in der Lern-Lehr-Gruppe wichtig sind. Frauenspezifisches Lernen und Lehren heißt vom Erfahrungsansatz ausgehend, auf gleicher Augenhöhe, ganzheitlich und subjektbezogen miteinander Neues zu durchdringen und mit dem Bekannten zu verknüpfen.

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Frauen vermehrt an diesen Bildungsprozessen teilnehmen können. Dies beginnt schon mit der Kinderbetreuung und schließt mit der angemessenen Bezahlung und der kontinuierlichen Fortbildung der DozentInnen.

Moderation: Dr. Barbara Löhr (Direktorin der Bremer VHS a.D.)