Die gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Krisenzeiten gingen und gehen verstärkt zu Lasten der Frauen. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit hoher Erwerbslosigkeit wird wieder auf traditionelle Rollenbilder zurückgegriffen – dem männlichen Familienernährer mit der abhängigen Hausfrau.
Insbesondere bei Frauen zeigt sich auch im Schlechten. Durch die ganzheitlichen Lebensperspektiven zieht eins das andere nach sich:
Langzeitarbeitslosigkeit betrifft Frauen stärker, vor allem Mütter junger Kinder.
Frauen sind zunehmend in „Mini-Jobs“, also in sozialversicherungsfreier beruflicher Arbeit tätig, auch um die Familienarbeit leisten zu können.
Die aus diesen Bedingungen resultierende Altersarmut ist weiblich, das verschärft sich durch die Hartz-Gesetzgebung mit der Regelung der „Bedarfsgemeinschaft“.
Wir Frauen können nicht darauf warten, dass sich die Verhältnisse von selbst verändern, wir müssen aktiv an den gesellschaftlichen Prozessen mitwirken.
Frauenleben in der Verknüpfung von Bildung, Erwerbsarbeit, Kultur und in Wohn- und Lebensformen zu erkennen, zu thematisieren und zu organisieren, ist eine Bereicherung für die gesamte Gesellschaft.
Die Fraktion hat daher am 28. August 2010 (Samstag) ins Bremer DGB-Haus (Bahnhofsplatz 22-28) zu einer Frauenpolitischen Konferenz eingeladen.
*Nach dem ganzheitlichen Konzept von Frigga Haugs „Vier in Einem“.