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24. Dezember 2011 Arbeit, Armut & Reichtum

Ihnen frohe Weihnachten - der Verkäuferin einen guten Lohn!

In Bremen.

In Bremerhaven.

Unter diesem Motto führte die Linksfraktion am Donnerstag und Freitag eine Mindestlohn-Aktion in Bremen und Bremerhaven durch.

Sie soll auf Forderungen aufmerksam machen, mit denen DIE LINKE für einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde kämpft.

Gute Arbeit, gute Löhne und gute Rente. Das sind die arbeitsmarktpolitischen Ziele der LINKEN nicht nur im kleinsten Bundesland.

Der Handlungsbedarf dafür ist groß, denn die Leiharbeit hat sich immer mehr ausgeweitet und prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind an der Tagesordnung.

Viele Menschen können von ihrem Lohn nicht mehr leben, deshalb fordert DIE LINKE einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von mindestens 10 Euro.

Rund 1,4 Millionen Beschäftigte bundesweit, rund 18.000 davon im Land Bremen, müssen ihre Hungerlöhne mit Hartz- IV-Leistungen aufstocken.

Jede/r vierte Leistungsbezieher/in im Land Bremen geht damit einer Erwerbsarbeit nach, von der man nicht leben kann.

Da ein Flickenteppich der branchen- und länderspezifischen Mindestlöhne oder auch Regelungen des Bremer Vergabegesetzes umgangen werden können, fordert DIE LINKE eine gesetzliche und flächendeckende Lösung der ‚Baustelle Mindestlohn‘. Die Einhaltung gesetzlicher Lohnvorgaben muss kontrolliert werden, zu oft passiert es, dass die Beschäftigten den gesetzlichen Lohn nicht erhalten. Was die Lohnentwicklung angeht, ist Deutschland Schlusslicht. Es wird Zeit, dass dieser Zustand grundlegend umgekrempelt wird.

Gemäß offiziellen Tabellen bekommen VerkäuferInnen im Bremer und Bremerhavener Einzelhandel tariflich 7,50 Euro in der Stunde. ‚Normale‘ Lidl-Verkäuferinnen erhalten derzeit 1.250 Euro Bruttogehalt (also um die 7,60 die Stunde), arbeiten aber häufig deutlich mehr als 40 Stunden die Woche, ohne die Überstunden vergütet zu bekommen. Kolleginnen aus dem Bremerhavener Mediterraneo berichten, dass sie teilweise unter sechs Euro die Stunde beziehen. So sehr sich sogar Parteien wie die CDU inzwischen mit einem Mindestlohn profilieren wollen, so sehr muss man festhalten, dass die Lohnsituation hierzulande ein schlechter Witz ist. Das kann DIE LINKE nicht unkommentiert im Raum stehen lassen und ist deshalb auf die Straße gegangen.

Den Aktionsflyer können Sie HIER downloaden.