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10. März 2011 Fraktion

LINKE stimmt gegen Sonntagsöffnungen in Bremen-Stadt

Die Arbeitsdeputation hat heute die jährlichen Ausnahmeregelungen vom Ladenschlussgesetz beschlossen, das sind acht verkaufsoffene Sonntage im Umfeld von 15 öffentlichen Veranstaltungen wie etwa der Osterwiese. Inga Nitz, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, erklärt dazu: „Für DIE LINKE sind Sonntagsöffnungen nach wie vor keine Normalität, die durchzuwinken ist, sondern ein grundsätzlicher Einschnitt in die Arbeitsbedingungen etlicher Beschäftigter. Wir stimmen dagegen, was denn sonst?“

Nitz weiter: „Erst am 8. März haben sich anlässlich des Internationalen Frauentags viele politische Gremien gegen die Benachteiligung von Frauen solidarisiert. Zwei Tage später sind wir zurück in der Wirklichkeit: Zusätzliche Sonntagsöffnungen werden kurzerhand beschlossen, weibliche Lebenslagen weiter erschwert. Bekanntermaßen sind es überwiegend Frauen, die im Einzelhandel für wenig Geld und zu miesen Konditionen arbeiten. Die Vereinbarkeit von Job und Familie ist für viele von ihnen mit dem heutigen Beschluss nicht besser geworden. Schade!“

DIE LINKE sieht bei den Arbeitsbedingungen im Einzelhandel grundsätzlich dringenden Handlungsbedarf. „Die zunehmenden Spätöffnungen drücken auf fast alle Beschäftigten, vom überlasteten Stammpersonal bis zu den zusätzlich eingestellten Leiharbeitskräften, die die Belegschaft spalten und mit Stundenlöhnen von unter 7 Euro nach Hause gehen. Diese Deregulierungsschraube darf die Politik nicht weiterdrehen – im Gegenteil.“