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7. April 2011 Fraktion

LINKE fordert schnellen Kita-Ausbau statt Anhebung der Gruppengrößen

Zum zögerlichen Ausbau der Betreuungsplätze im Unter-Dreijährigen-Bereich erklärt Inga Nitz, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Bremen hat bundesweit in Sachen Kita-Aufstockung ja einen ganz guten Ruf, und tatsächlich ist in diesen Anspruch investiert worden. Gleichzeitig muss man festhalten, dass die bisherigen Bemühungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Wenn in Kinderkrippen die Nachfrage dreimal so hoch wie das Angebot ist, dann läuft das Programm eindeutig zu langsam. Der Senat will das Problem über höhere Gruppengrößen lösen – von acht auf zehn Kinder pro Krabbelgruppe. Was das bedeutet, ist klar: höherer Arbeitsdruck für die ErzieherInnen, weniger Betreuungsqualität für die Kleinkinder. Beides darf nicht sein.“

DIE LINKE kritisiert in diesem Zusammenhang, dass eine entsprechende Richtlinie des Senats auf nach der Wahl verschoben ist. „Das ist wieder typisch Rot-Grün: Nach außen die Fassade wahren, dahinter türmen sich die ungelösten Fragen und Probleme. Wir fordern, dass die beschlossene Senatsvorlage, wonach die Gruppengrößen in der Unter-Dreijährigen-Betreuung steigen sollen, noch vor der Wahl zurückgenommen wird. Stattdessen brauchen wir einen schnelleren Ausbau und bessere Qualität. Dafür muss Bremen endlich in echte städtische Kita-Angebote für Unter-Dreijährige einsteigen, die Teilzeitquote bei den ErzieherInnen senken und Fachkräften, die sich berufsbegleitend weiterqualifiziert haben, auch angemessen bezahlte Stellen anbieten. ‚Rückt mal ein bisschen zusammen‘ ist keine Lösung“, so Nitz.