Zum außerordentlich hohen Krankenstand im Öffentlichen Dienst Bremens erklärt Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE: „Es ist kein Zufall, dass die Krankheitsausfälle in einem Bereich überdurchschnittlich anziehen, wo seit Jahren gekürzt und auf Arbeitsverdichtung gesetzt wird. Sparen macht krank. Auffällig ist der hohe Krankenstand in der Justizvollzugsanstalt, der Staatsanwalt-schaft oder beim Versorgungsamt – Dienststellen, die für ihre strukturellen Personalengpässe bekannt sind.“
Erlanson weiter: „Für uns zeigen diese Zahlen vor allem eins: Die Finanzsenatorin kommt ihrer Fürsorgepflicht nicht nach, wenn Kürzungen auf Kosten der physischen und psychischen Gesundheit der KollegInnen realisiert werden. Vor diesem Hintergrund ist es auch schlicht nicht zu verantworten, weitere Personalkürzungen oder eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit im Öffentlichen Dienst durchzudrücken. Erst recht nicht, wenn vornehmlich Berufstätige mit besonderer Belastung und Verantwortung, wie zuletzt im Justizvollzug, länger arbeiten sollen. Derartig gedankenlose Zumutungen müssen revidiert werden.“