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3. Februar 2012 Rupp

LINKE begrüßt BSAG-Öffnung der Busse und Bahnen für Obdachlose – Stadt muss ausreichend Unterkünfte schaffen

Die BSAG hat heute mitgeteilt, dass Obdachlose kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen dürfen, um sich aufzuwärmen. „Angesichts von derzeit rund 140 Kältetoten in Europa ist das ein wichtiges Angebot für die Obdachlosen in Bremen“, so Klaus-Rainer Rupp, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. „Wir freuen uns darüber, dass die BSAG bereit ist, aufgrund der eisigen Temperaturen schnell und unkompliziert Hilfe anzubieten. Offenbar ist das auch einmalig. Berlin hat immerhin seine U-Bahnhöfe geöffnet, aber was den öffentlichen Nahverkehr angeht, ist die BSAG Vorreiter.“

Allerdings fordert DIE LINKE, die diskriminierende Einschränkung, dass Obdachlose sich im hinteren Teil der Busse und Bahnen aufhalten sollen, aufzuheben. „Von dieser Separation sollte die BSAG absehen“, so Rupp.

Abschließend weist Rupp darauf hin, dass die Initiative der BSAG ein ausreichendes, auch dezentrales Angebot an Unterkünften und Essensausgaben nicht ersetzen kann. „Notfalls muss der Senat Turnhallen oder leerstehende öffentliche Gebäude zur Verfügung stellen, um den Bedarf zu decken. Aufsuchende ‚Kältebusse‘, wie sie z.B. die Berliner Stadtmission einsetzt, sollten in Erwägung gezogen werden, um Obdachlose insbesondere nachts zu versorgen. Auch die verstärkte Ausgabe von heißen Getränken und Suppen hilft, kann aber nicht allein den gemeinnützigen Initiativen aufgebürdet werden. Hier erwarten wir unterstützende Signale vom Senat.“