Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt Kristina Vogt, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft:
„Die Neonazi-Mordserie hat dieses Jahr auf eine zutiefst erschreckende Weise gezeigt, dass wir in jeder Minute gefordert sind, rechtsradikale Umtriebe zu erkennen und ihnen geschlossen entgegenzutreten. Deutschland hat aufgrund seiner NS-Vergangenheit die herausgehobene Verantwortung, zu einer Gesellschaft zu werden, wo rassistische Diskriminierungen, Fremdenhass und Gewalt gegen ‚Andere‘ keinen Platz haben. Wenn es aber regelmäßig auf offener Straße zu Übergriffen gegen Mitbürger anderer Nationalität, Hautfarbe oder Gesinnung kommt, dann muss die vielbeschworene ‚Zivilgesellschaft‘ stark an sich arbeiten. Wenn nationalchauvinistische Polemiken gegen andere Kulturen wieder salonfähig werden, dann ist es höchste Zeit, daran zu erinnern, dass Worte von heute die Taten von morgen sein können. Der morgige Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus sollte daran erinnern, dass Deutschland auf dem ‚rechten Auge‘ nicht blind sein darf. Es ist unsere Verpflichtung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus, dafür zu sorgen, dass Ausgrenzung, Rassismus, Verfolgung und Vernichtung gesellschaftlicher Gruppen nie wieder stattfinden."