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18. Dezember 2018

Bremer Hallenbadpreise steigen wieder - Schwimmen wird für Menschen mit wenig Geld immer unerschwinglicher

Wie heute bekannt wurde, plant die Bremer Bäder GmbH zum Jahreswechsel eine Erhöhung der Eintrittspreise. Dazu nimmt Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, wie folgt Stellung:

„Bei den geringen Mitteln, die der Senat den Bremer Bädern zukommen lässt, stehen die Bremer Bäder ständig mit dem Rücken an der Wand. Jetzt sind sie schon wieder gezwungen, die Eintrittspreise zu erhöhen. Gleichzeitig drehen sich die Bremer Bäder damit aber auch selber das Wasser ab, denn die hohen Preise können sich eben immer weniger Badegäste leisten. Kein Wunder, dass die Besucher*innen-Zahlen im letzten Jahrzehnt drastisch zurückgegangen sind. Wirklich problematisch ist die Lage für sozial benachteiligte Personen, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern und für Schwerbehinderte: Die sogenannten „ermäßigten Eintrittspreise“ für diese Gruppen gehören zu den höchsten in der Bundesrepublik. Und das in einer Stadt, in der jedes dritte Kind in einer Familie mit Hartz IV-Bezug lebt. Diese Menschen werden von einem regelmäßigen Schwimmbadbesuch effektiv ausgeschlossen. Kein Wunder, dass die Nichtschwimmer-Quoten bei Grundschulkindern in Gröpelingen und Tenever erheblich höher sind als in Schwachhausen.

Notwendig wäre es, dass der Senat den Zuschuss an die Bädergesellschaft erhöht und darüber die sogenannten „ermäßigten“ Preise ganz erheblich absenkt, damit sie wirklich ‚ermäßigt‘ sind. Bis jetzt ist diese Bezeichnung eher ein schlechter Scherz!“