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30. November 2011 Erlanson

Welt-Aids-Tag: „Es ist Aufgabe der Politik, einen Backlash zu vermeiden“

Anlässlich des morgigen Welt-Aids-Tags erklärt Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Auch wenn die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland leicht rückläufig ist, gibt es keinen Grund, die wichtige Aufklärungsarbeit und Finanzierung von Beratungsstellen zu reduzieren. Es ist nicht zuletzt den offensiven Präventions-Kampagnen und der Arbeit lokaler Aidshilfen zu verdanken, dass die Aids-/HIV-Verhütung für viele Menschen zur selbstverständlichen Pflicht geworden ist. Fährt man das öffentliche Engagement zurück, zeigen Erfahrungswerte, dass auch das allgemeine Verantwortungsbewusstsein und der offene Umgang mit der Krankheit nachlassen. Es ist Aufgabe der Politik, diesen Backlash zu vermeiden und weiterhin mit öffentlichen Geldern für Forschung, Behandlung und Aufklärungsarbeit gegen die Verbreitung von Aids und HIV sowie die Diskriminierung Betroffener einzustehen. Dies gilt nicht nur auf Landes- und Bundesebene, sondern weltweit.“

Afrika, Südostasien und Osteuropa sind weiterhin von enorm hohen Infektionsraten betroffen. Das Krankheitsbild verläuft in armen Regionen wegen der mangelnden Gesundheitsversorgung zumeist tödlich. Für diese Staaten muss erreicht werden, dass sie Lizenzen zur Nachproduktion günstigerer Medikamente erhalten.