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19. Oktober 2011 Bernhard

Auslagerung an Dataport stoppen – Personalabbau verhindern!

„Wir sehen nicht, was die Auslagerung von Computerfachleuten des Öffentlichen Dienstes an Dataport bringen soll. Dahinter steckt doch nur der blinde Glaube an Rationalisierungsversprechen und Zentralisierung, die in vielen Betrieben bekanntlich mehr Chaos und Schaden anrichten als sonst irgendwas“, so Claudia Bernhard, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, zu den Plänen des Senats, die Administratorendienste für den Öffentlichen Dienst nicht mehr von 100 vor Ort tätigen Kräften in Bremen ausführen zu lassen, sondern an den zentralen Verwaltungsdienstleister Dataport zu geben. Mindestens 70 der 100 AdministratorInnen würden durch diese Maßnahme, deren Wirtschaftlichkeit von Rechnungshof und Personalrat stark angezweifelt wird, ihren Job verlieren.

Claudia Bernhard: „Schon vor Jahren hatte der Rechnungshof Schleswig-Holstein die Preisgestaltung und das interne Rechnungswesen von Dataport kritisiert. Es ist gut möglich, dass auch die Kosten der Auslagerung schöngerechnet worden sind. Viel wichtiger ist aber: Hier werden Arbeitsplätze jenseits der Landesgrenzen verlagert. Ob das Finanzressort durch die Auslagerung ein paar Euro spart, steht in den Sternen – dass Bremische Arbeitsplätze weg sind, ist aber sicher. Die WFB hat im ersten Halbjahr 2011 über 3 Mio. Euro an Fördermitteln ausgegeben, um 124 Arbeitsplätze neu zu schaffen. Ich glaube kaum, dass sich das Finanzressort bei seiner Wirtschaftlichkeitsberechnung darum gekümmert hat, was es kostet, für die gestrichenen 70 Arbeitsplätze woanders neue zu schaffen.“

Die Fraktion DIE LINKE fordert, die Auslagerung und den damit verbundenen Stellenabbau zu stoppen. „Hier regiert die wirtschaftspolitische Unvernunft. Standardisierung im IT-Sektor ist gut. Aber die Administration räumlich zu entfernen, heißt in der Praxis immer: Es ist keiner da, wenn einen die Technik im Stich lässt. Die Besessenheit vom Personalabbau ist inzwischen zu einem Glaubensbekenntnis geworden, das sich um die Folgen nicht mehr kümmert. Dem muss dringend Einhalt geboten werden.“