„Wir finden ja gut, dass die Kürzungen an den Kita-Mittagessen bis zum Jahresende zurückgenommen werden und die Kinder so lange keine Qualitätseinbußen beim Essen hinnehmen müssen. Aber was ist mit 2012, 2013? Wo wird jetzt stattdessen gekürzt? Und wie konnte es überhaupt zu diesem – aus unserer Sicht von vorneherein unnötigen und unfairen – Einspar-Versuch kommen?“
So der Kommentar von Cindi Tuncel, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur gestrigen Entscheidung des Kita-Betriebsausschusses, ‚die Einsparungen beim Essen von 10 Cent pro Kind und Tag zurück[zu]nehmen und die notwendigen Anpassungen der Ausgaben an den Wirtschaftsplan bis zum Jahresende auf andere Weise um[zu]setzen‘.
Was unter ‚auf andere Weise umsetzen‘ zu verstehen ist, geht aus der Senatsmitteilung zur neuen Beschlusslage nicht hervor, auch in der gestrigen Betriebsausschuss-Sitzung kamen keine konkreten Vorstellungen zur Sprache. Cindi Tuncel: „Es bleibt dabei, dass der gesamte Kita-Bereich chronisch unterfinanziert ist und eigentlich unter dem besonderen Schutz des Sozialressorts stehen sollte. Der Senat muss dafür sorgen, dass die Kinder von den zurückgenommenen Kürzungen nicht an anderer Stelle wieder betroffen sein werden. Auch den Trick, die älteren Kindergruppen in den Kitas schlechter auszustatten, damit der drängende U-3-Ausbau halbwegs vorangeht, wollen wir nicht mehr sehen. In den ganzen Bereich muss einfach mehr Geld gesteckt werden statt an der Grundversorgung von Kindern herumzurechnen.“