„Das Verbot des Konzerts der rechtsextremen Band ‚Kategorie C/Hungrige Wölfe‘ war überfällig“, kommentiert Kristina Vogt, Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft, das gestern vom Innensenator Ulrich Mäurer ausgesprochene Verbot per Allgemeinverfügung. „Damit war die Demonstration vom letzten Dienstag gegen einen Auftritt der Band in Bremen erfolgreich: zuvor hatte das Innenressort noch vertreten, dass es gegen derlei Veranstaltungen keine rechtliche Handhabe gäbe. Wir begrüßen diese Kehrtwende ausdrücklich und freuen uns, dass Bremen damit eine klare Position gegen rechtsextreme und neofaschistische Propaganda einnimmt. Eine Wiederholung von Vorfällen wie beim Pfingstkonzert der Band in Oslebshausen wäre inakzeptabel gewesen.“
Die rechtsextreme Band ‚Kategorie C‘ war in diesem Jahr bereits in Bremen aufgetreten und hatte das Konzert ungestört durchführen können. Konzertaufnahmen belegen, dass Hitlergruß und faschistische Parolen beim Konzert gang und gäbe waren. Die Fraktion DIE LINKE. hatte am 13.September eine kleine Anfrage an den Senat gerichtet, weshalb das Konzert nicht verboten worden war und weshalb nicht gegen die neofaschistische Propaganda eingeschritten wurde.
„Wir hoffen, dass nicht jedes Mal erst demonstriert werden muss, damit das Innenressort rechtsextreme Konzerte verhindert“, so Vogt. „Wir erwarten vom Senat und vom Innenressort, dass grundsätzlich keine rechtsextremen Konzerte in Bremen stattfinden können“.