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13. Dezember 2011 Bernhard, Erlanson, PUA KK

Stadtbürgerschaft: LINKE fordert dauerhafte Dezentralisierung neonatologischer Klinikangebote

Zu dem heute Nachmittag in der Stadtbürgerschaft debattierten CDU-Antrag auf Sicherstellung der Frühchenbehandlung in Bremen hat die Linksfraktion einen Änderungsantrag eingereicht. Demnach soll eine zweite neonatologische Intensivstation am Klinikum Links der Weser nicht nur, wie von der CDU gefordert, bis zum Abschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses eingerichtet werden, sondern auf Dauer. 

Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, erklärt: „Die grundsätzliche Forderung nach neonatologischen Intensivstationen sowohl am Klinikum Bremen Mitte wie auch in Links der Weser ist nicht neu. Das Konzept ‚Ein neonatologisches Zentrum auf Level-1-Niveau mit zwei Standorten (Mitte/LdW)‘ wurde schon einmal entwickelt, aus den üblichen Kostengründen aber leider nicht umgesetzt. Mit dieser Entscheidung hat der Senat ganz offenbar am falschen Ende gespart. Den folgenschweren Fehler darf er jetzt nicht weiter mit sich herumschleppen, sondern muss ihn beheben. Wir brauchen in der Frühchen-Versorgung ab sofort hohe Standards an dezentralen Standorten.“ 

Claudia Bernhard, Vertreterin der Linksfraktion im Untersuchungsausschuss: „DIE LINKE hat seit Bekanntwerden der tödlichen Keim-Infektionen am Klinikum Mitte auf das Problem der Zentralisierung hingewiesen. Schwangere brauchen einfach mehr als einen ‚Zufluchts-ort‘, wenn es zu Risiken kommt.  Auch werden die Frühgeborenen-Stationen an den anderen öffentlichen Kliniken, die es ja jeweils gibt, dadurch abgewertet, dass nur am Klinikum Mitte ‚Level-1-Frühgeborene‘ behandelt werden – eine Ausweitung auf zwei Standorte würde diesem Problem ein Stück weit abhelfen. Und dass Zentralisierung die Gefahr von Infektionen verringert, wird zumindest angezweifelt. Sicher ist: Mit mehr Hygienevorschriften werden sich die Probleme der öffentlichen Kliniken nicht lösen lassen.“
http://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/Drs-18-65_S_4ce.pdf