Der 8. Mai 1945 war für Millionen Menschen in Europa und auf der Welt ein Tag voller Hoffnung. Denn: „Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ erklärte 1985 Bundespräsident Richard von Weizsäcker anlässlich des 40. Jahrestages des Kriegsendes. Trotz dieser deutlichen Aussage wird die herausragende Bedeutung dieses historischen Datums bis heute, ein Vierteljahrhundert nach dieser berühmten Rede, nicht entsprechend gewürdigt. Und die Erinnerung an Naziterror und Krieg wird immer schwieriger, da es immer weniger Zeitzeugen gibt und inzwischen eine Generation heranwächst, die kaum noch biographische Anknüpfungspunkte an die Nazizeit hat. Die Einführung eines Erinnerungstages bietet die Möglichkeit, eine lebendige Gedenkkultur zu etablieren. Dieses besondere Datum sollte endlich angemessen als gesetzlicher Gedenktag, als „Tag der Befreiung“, gewürdigt werden.
Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:
Peter Erlanson, Monique Troedel und Fraktion DIE LINKE