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25. August 2011 Vogt, Bildung & Wissenschaft

Stundenkürzungen an Schulen zurücknehmen

Zum letzten Schultag vor den Sommerferien teilte die Bildungsbehörde dem Großteil der Schulen der Stadtgemeinde mit, dass die ihnen zugewiesenen Lehrerwochenstunden für das Schuljahr 2011/2012 nachträglich gekürzt werden. In einigen Fällen addierte sich die Stundenkürzung auf den Umfang mehrerer LehrerInnen-Stellen pro Schule.

Die Stundenkürzung stellt die Schulen für unlösbare Probleme. Die Kürzungen werden zu vermehrtem Stundenausfall, größeren Klassen bzw. Kursen und schlechterer Betreuung führen. Insbesondere an den Gymnasialen Oberstufen werden Schulen die aktuellen Kurse nicht mehr bis zum Ende der Oberstufe durchführen können, sondern müssen Kurse zusammenlegen oder streichen, oder das Unterrichtsangebot für die Eingangsphase der Oberstufe ausdünnen.

Auf der Grundlage der Stundenzuweisungen für das Schuljahr 2011/2012 haben verschiedene Schulen ferner fertig ausgebildeten Referendaren die Übernahme in den Schuldienst zugesagt. Einige dieser Zusagen sollen jetzt zurückgenommen werden, weil die Stundenkürzungen zum Wegfall von geplanten Stellen führen. Damit werden Chancen zur Erneuerung des Lehrkörpers verpasst.

Das Bildungsressort hat jetzt angekündigt, einen Teil der Stundenkürzungen auf den Beginn des 2. Schulhalbjahres am 1.02.2012, einen anderen Teil auf den 1.08.2012 zu verschieben, Kürzungen im Umfang von ca. 600 Lehrerwochenstunden aber unverändert sofort umzusetzen. Dies ist keine Lösung. Im Sinne der Sicherung der Unterrichtsqualität und der Verlässlichkeit für die Schulen müssen die Stundenkürzungen insgesamt zurückgenommen oder mindestens für das gesamte Schuljahr zur Überprüfung ausgesetzt werden.

Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:

Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf, die den Schulen mitgeteilten Kürzungen der zugeteilten Lehrerwochenstunden für das Schuljahr 2011/2012 insgesamt zurückzunehmen.

Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE