An der Wilhelm-Kaisen-Schule sind bei Elternschaft und Lehrkörper die Zweifel nicht ausgeräumt, welche handlungsperspektive das Ressort bezüglich der Schule verfolgt. Insbesondere zur Zukunft der Schulleitung gibt es bislang keine verlässlichen Aussagen. Nach wie vor bestehen Befürchtungen, dass die Weiterentwicklung der Wilhelm-Kaisen-Schule ohne die vollständig derzeitige Schulleitung von statten gehen soll und den Mitgliedern der Schulleitung ein Wechsel nahegelegt wird. Eltern, Lehrkräfte und Mitglieder des Stadtteilbeirates Neustadt haben in den vergangenen Wochen, zuletzt mit der "Einstimmigen Stellungnahme der Schulkonferenz der Wilhelm-Kaisen-Schule" vom 2. Juni 2010 deutlich gemacht, dass die geforderte Kontinuitat in der Besetzung der Schulleitung in diesem Falle eine schulpolitisch bedeutsame Frage geworden ist.
Deshalb ist auch die Bildungsdeputation laut Deputationsgesetz befugt und aufgerufen, zu dieser Frage ebenfalls Stellung zu beziehen. Die reichhaltige öffentliche Erörterung zur Sache legt als Konsequenz nahe, dass die Deputation sich im Sinne einer erfolgreichen Weiterentwicklung der Wilhelm-Kaisen-Schule dem erwähnten einstimmigen Beschluss der Schulkonferenz inhaltlich anschießt.
Die Deputation möge beschließen:
Der Bildungsdeputation erschließt sich nicht, inwiefern die Ablösung einzelner Schulleitungsmitglieder zur Konsolidierung der Wilhelm-Kaisen-Schule beitragen könnte. Die Erfahrung mit der besonderen Situation des Stadtteils im Allgemeinen und der äußerst heterogenen Schüler- und Elternschaft im Besonderen ist nicht zu ersetzen. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Arbeit der Schulleitung und den noch niedrigen Anwahlzahlen besteht nach Ansicht der Bildungsdeputation nicht. Die Weiterführung der Schule durch alle drei Schulleitungsmitglieder wird dem Bildungsressort Seites der Deputation ausdrücklich empfohlen.
Jost Beilken, MdBB
Deputationsmitglied DIE LINKE, Sprecher für Bildung, Wissenschaft und Kultur