DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft
Der Umstieg vom Auto auf Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel schont nicht nur die Umwelt, sondern mindert auch die Lärmbelastung in Innenstädten und Wohngebieten. Somit steigt die Lebensqualität in den Städten durch verminderte Feinstaub- und Lärmbelastung bei gleichzeitig freiwerdenden anderweitigen Nutzungsflächen.
Hierfür ist jedoch eine Infrastruktur erforderlich, die den Umstieg des Personennahverkehrs möglichst aufs Fahrrad begünstigt. Nicht nur adäquate Fahrradwege, sondern auch angemessene Abstellmöglichkeiten und flexible Nutzungsmöglichkeiten können ein Teil eines solchen umweltfreundlichen Stadtverkehrskonzeptes sein.
In Bremen gibt es zwar ein ausgebautes Fahrradwegenetz, sichere und kostenlose Abstellmöglichkeiten an Verkehrsknotenpunkten sind jedoch Mangelware.
Die Kapazitäten des ADFC am Hauptbahnhof und dem Vegesacker Bahnhof oder von BREPARK in den Parkhäusern am Brill, Mitte und Vegesack stellen weder ein ausreichendes Angebot dar, noch sind sie flächendeckend kostenlos. Ergänzend sollten kostenlose, leicht zugängliche, überdachte und bewachte Fahrradabstellplätze am Hauptbahnhof, im Stadtzentrum, am Flughafen und an weiteren wichtigen Verkehrspunkten angeboten werden.
Auch flexible Fahrradverleihangebote sind in Bremen noch ausbaufähig. Modelle wie „Call a bike“ von der Deutschen Bahn AG stellen ein flexibles Leihsystem dar, welches auch gut von Touristen oder Geschäftsreisenden genutzt werden kann. Der Hamburger Senat ist mit der Deutschen Bahn und Unilever eine Kooperation eingegangen, die in Form von „StadtRAD“ hamburgweit an 71 Ausleihstationen ca. 1000 Fahrräder zur Verfügung stellt. In Bremen umfasst das Angebot der Deutschen Bahn nur 9 Leihräder.
Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) möge beschließen:
Klaus-Rainer Rupp, Monique Troedel, Peter Erlanson und Fraktion DIE LINKE.