Zurück zur Startseite
18. März 2010 Bürgerschaft

Senatsantwort zur Kleinen Anfrage zu Beschäftigungsverhältnissen der WiN-QuartiersmanagerInnen

Klicken Sie bitte hier, um die Antwort einzusehen!

Im November 2009 wurde in Bremen das 10-jährige Bestehen des Programms „WiN- Wohnen in Nachbarschaften“ gefeiert. Das Projekt zur Wohnumfeld-Verbesserung in Großsiedlungen findet bundesweit Beachtung, insbesondere die aufgebauten Partizipationsstrukturen und die positiven Veränderungen in den benachteiligten Quartieren Bremen.

Vor Ort koordinieren in allen WiN-Gebieten QuartiersmanagerInnen die Förderprogramme, erstellen integrierte Handlungskonzepte, organisieren Partizipation und bauen Stadtteilforen auf. Auch sollen sie unter anderem AnsprechpartnerInnen im jeweiligen Projektgebiet sein und die Öffentlichkeitsarbeit im Quartier leisten.

Auch für DIE LINKE ist WiN ein vorbildliches Programm, das in den sozialen Brennpunkten wirkt. Bei Stadtteilbesuchen der Linksfraktion im Herbst des vergangenen Jahres sind jedoch auch einige „Schattenseiten“ aufgetaucht. Denn leider erhalten diese QuartiersmanagerInnen in der Regel nur befristete Arbeitsverträge, die zum Teil schon bis zu zehnmal verlängert wurden.

DIE LINKE hat vor einigen Wochen eine Kleine Anfrage eingereicht um unter anderem vom Senat unter anderem Auskunft darüber zu erhalten, ob er meint, dass diese ständigen befristeten Beschäftigungsverhältnisse motivierend sind für die MitarbeiterInnen und ob vorgesehen ist, den bisher befristet angestellten QuartiersmanagerInnen unbefristete Stellen anzubieten.

Der Senat hat die vergangenen Wochen anscheinend nicht nur dazu genutzt, die Fragen zu beantworten. Er hat wohl auch Gespräche mit einzelnen WiN-ManagerInnen geführt, was bis zur Einreichung der Kleinen Anfrage offenbar nicht möglich war. Inzwischen besteht endlich auch die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Zudem sind nun alle MitarbeiterInnen beim Amt für Soziale Dienste angestellt und müssen nicht mehr jährlich von AnstellungsträgerIn zu AnstellungsträgerIn wechseln.

Es scheint so, als ob auch Nachfragen schon etwas bewirken können. Ob die Veränderungen aber ausreichend sind, bleibt abzuwarten, denn eine vernünftige Perspektive wurde für die langjährig befristeten MitarbeiterInnen noch immer nicht gefunden beziehungsweise angeboten.