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22. September 2010

Personalmangel in bremischen KiTas: Der Senat antwortet

‚In den Ländern Niedersachsen, Hessen, Saarland, Bremen, Schleswig-Holstein und Sachsen wird es voraussichtlich einen Fehlbedarf beim Personal in Kindertageseinrichtungen geben, zu dessen Behebung erhebliche Anstrengungen notwendig sind.‘ So steht es in einer im Juli 2010 veröffentlichten Studie der ‚Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte‘, einem Kooperationsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Robert-Bosch-Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e.V. Die Kurzfassung der Studie finden Sie hier.

Zu Bremen heißt es darin: „In Bremen ergibt sich aufgrund des weiteren Ausbaus der Angebote für unter Dreijährige sowie des Ersatzbedarfs für Personen, die das Arbeitsfeld verlassen, ein Fehlbedarf in Kindertageseinrichtungen von 200 Personen bis 2013 unter den Bedingungen von Szenario 1. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern mag dies eine niedrige Zahl sein, im Verhältnis zur Netto-Ausbildungskapazität des Stadtstaates von insgesamt nur 460 Absolventinnen zwischen 2009 und 2013 ist dies allerdings eine nennenswerte Größe. Sollte nach 2013 der U3-Bedarf noch weiter steigen, so verschärft sich die damit verbundene Herausforderung.“

DIE LINKE wollte daher vom Senat wissen, wie der Senat mit diesen Ergebnissen umgeht, wonach ‚bis zum Jahr 2013 192, bis 2015 444 und bis 2017 sogar 687 Betreuer/-innen in Kindertageseinrichtungen im Land Bremen fehlen werden‘ – bei einem alternativen Szenario sogar ‚bis zum Jahr 2013 360, bis 2015 440 und bis 2017 sogar 525 Beschäftigte in Tagespflegeeinrichtungen im Land Bremen fehlen werden‘. „Was gedenkt der Senat zu unternehmen, um diesen umfangreichen ermittelten Fehlbedarf schnellstmöglich zu reduzieren?“ lautete somit die Frage an den Senat.

Die Antwort des Senats fällt einigermaßen dürftig aus: „Dem Senat ist die Problematik bekannt.“ Man habe „auf der Grundlage eigener Erhebungen bereits 2008 den voraussichtlichen Bedarf ermittelt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, wie zum Beispiel die Aufstockung bestehender Arbeitsverträge.“ Auch sollen die Ausbildungskapazitäten erhöht werden. Und, wie immer wenn es kneift im U3-Ausbau, sollen noch mehr Tagesmütter „gewonnen“ werden, um die Lücke bei den öffentlichen Angeboten abzufedern. Wie sich das zu dem allgemein anerkannten Bedarf nach fachlich höher qualifizierter Betreuung in Teams und Kooperation und zum Ziel nicht-prekärer Beschäftigung und angemessener Bezahlung verhält, bleibt das Rätsel des Senats.


Klicken Sie bitte hier, um die Senatsantwort einzusehen.