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3. März 2010 Arbeit, Stadtentwicklung, Beiräte & BürgerInnenbeteiligung

Wohnen in Nachbarschaften: Beschäftigungsverhältnisse der QuartiersmanagerInnen

Grafikquelle: www.hemelingen-bremen.de

Im November 2010 wurde in Bremen das 10-jährige Bestehen des Programms „WiN- Wohnen in Nachbarschaften“ gefeiert. Das Programm zur Wohnumfeld-Verbesserung in Großsiedlungen findet bundesweit Beachtung, insbesondere die aufgebauten Partizipationsstrukturen und die positiven Veränderungen in den benachteiligten Quartieren Bremen. Mehrere 1000 Projekte sind über WiN, Soziale Stadt und LOS beziehungsweise Stärken vor Ort erfolgreich in den Programmgebieten umgesetzt worden.


Die Partizipation der häufig bildungsfernen, vom Arbeitsmarkt abgeschnittenen und sozial abgehängten Personen und die Integration von MigrantInnen und weiteren ausgegrenzten Personengruppen wird hier gut gefördert und unterstützt.


Vor Ort ist in allen Gebieten ein Quartiersmanagement geschaffen worden, welches die Förderprogramme koordiniert, Integrierte Handlungskonzepte erstellt, Partizipation organisiert, Stadtteilforen aufbaut und koordiniert.

Diese QuartiersmanagerInnen haben eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Sie sollen unter anderem AnsprechpartnerInnen im jeweiligen Projektgebiet sein, öffentlichen Foren („Stadtteilgruppe“) zur Information, Vermittlung von Projekten und Erteilung des „WiN-Gütesiegels“ aufbauen und begleiten sowie Öffentlichkeitsarbeit im Quartier leisten. Darüber hinaus sind weitere Aufgaben in einer der letzten Ausschreibungen für solch eine Quartiersmanagement-Stelle formuliert worden, die von den bisher beschäftigten Quartiersmanagern in den vergangenen Jahren in hervorragender Weise erledigt werden.

Leider erhalten diese KollegInnen in der Regel nur befristete Arbeitsverträge, die zum Teil schon bis zu zehnmal verlängert wurden. Eine psychische Belastung für diese MitarbeiterInnen, zumal die Arbeitgeberin, die Stadt Bremen, diese Anschlussverträge häufig erst zum Ende des jeweils laufenden Beschäftigungsverhältnisses unterschriftsreif anbietet.

DIE LINKE hat nun eine Kleine Anfrage eingereicht und erwartet vom Senat unter anderem Auskunft darüber, ob die Landesregierung meint, dass diese ständigen befristeten Beschäftigungsverhältnisse motivierend sind für die MitarbeiterInnen und ob vorgesehen ist, den bisher befristet angestellten QuartiersmanagerInnen unbefristete Stellen anzubieten.

Den genauen Wortlaut der Anfrage können Sie hier einsehen!