10. April 2018

Sollen Grundschullehrer*innen so viel verdienen wie Gymnasiallehrer*innen?

Jeweils mittwochs erscheint im größten Bremer Anzeigenblatt die Rubrik 'Pro und Contra'. Hier äußern sich verschiedene PolitikerInnen beziehungsweise VertreterInnen von Institutionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Aktuell geht es um um die Frage der Entlohnung von Grundschulleher*innen. Unsere Fraktionsvorsitzende und Bildungsexpertin Kristina Vogt bezieht im Weser Report für DIE LINKE Stellung:

Die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen ist in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden. Die Klassen sind bunter, Lehrkräfte müssen Sprachförderung und inklusiven Unterricht leisten sowie sich um begabte Kinder kümmern und mit Eltern arbeiten. Dies allein würde eine bessere Bezahlung rechtfertigen.

Um auf die neuen Anforderungen zu reagieren, hat Bremen die Studienzeit für die Grundschule verlängert. Sie beträgt nun fünf Jahre, genauso lang, wie die von Lehrkräften an Oberschulen und Gymnasien.

Damit ist die rechtliche Begründung weggefallen, warum an Grundschulen schlechter bezahlt wird. Besoldung richtet sich nach der Ausbildungslänge, wer länger studiert, wird besser bezahlt.

Außerdem befindet sich Bremen in einem harten Wettkampf um Lehrkräfte, dutzende Stellen sind derzeit unbesetzt. Eine höhere Bezahlung kann entscheidend sein, dass jemand nach Bremen wechselt.