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12. März 2010

Schrott-Container mit radioaktiver Ladung auf der A1 bei Bremen gestoppt: LINKE beantragt Aktuelle Stunde

Quelle: http://de.wikipedia.org

Jeder Atomtransport mit radioaktivem Material birgt hohe Risiken und Strahlengefahren in sich. Bei Un- fällen, die zu einer Freisetzung radioaktiver Stoffe führen, wären Verstrahlungen vieler Menschen und der Umwelt die katastrophale Folge.

Über das Bremer und Bremerhavener Stadtgebiet und die jeweiligen Häfen gehen eine Vielzahl von Atom- transporten. Damit trägt das Land Bremen mit diesen Verfrachtungen zu einem nicht unwesentlichen Teil zum Funktionieren der lebens­feindlichen Atom- technologie bei.


So fanden im Jahr 2000 nach Angaben des Häfensenators 137 radioaktive Transporte über Bremer­havener Häfen statt, d.h. 2,6 Transporte pro Woche.

Anscheinend werden für diese Beförderung auch unsichere Verkehrsmittel eingesetzt. Am Diens- tag verboten Beamte der Gefahrgutüberwachung auf der A1 bei Bremen die Weiterfahrt eines Sattelzuges, der einen völlig verrosteten Container mit 15 Tonnen radioaktivem Material geladen hatte. Nach Polizeiangaben war ein sicherer Weitertransport zum Zielort Gronau nicht mehr möglich. Den untauglichen Behälter hatte der Fahrer im Hamburger Hafen abgeholt.

Die 15 Tonnen schwere Fracht enthielt Uranhexaflourid, das zur Herstellung von Kernbrennstoff benötigt wird und bei Kontakt mit Wasser hochgiftige Flusssäure produziert. Nun muss das radioaktive Material in einem intakten Container umgeladen werden.

DIE LINKE hat heute einen Antrag auf Aktuelle Stunde zu dem Vorfall eingereicht, der den Titel trägt „Maroder Gefahrguttransporter mit radioaktiver Ladung auf der A1 gestoppt – Wie steht es um die Sicherheit von Atomtransporten im Land Bremen?“  und voraussichtlich am kommenden Mittwochmittag in der Bürgerschaftssitzung (Landtag) debattiert wird.