28. Januar 2019

LINKE fordert: Angebote für Kinder in Gröpelingen absichern!

Der Controllingausschuss Gröpelingen hat vergangene Woche die Mittelverteilung für die offene Kinder- und Jugendarbeit beschlossen. Nicht berücksichtigt werden dabei im Gegensatz zur bisherigen Vergabepraxis mehrere Angebote für Kinder im Stadtteil. Betroffen sind die Spielhäuser Wilder Westen, Bextehöver Straße und Wohlers Eichen sowie Angebote von Kultur vor Ort. 

„Durch die fehlenden Mittel drohen Angebote für 450 Kinder in Gröpelingen wegzufallen. Das wäre eine absolute Katastrophe, die unbedingt abgewendet werden muss“, so Sofia Leonidakis, kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. „Hier werden Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Kreativangebote und vieles mehr bereitgestellt, häufig mit prekärer Arbeit und Ehrenamt. Dass jetzt Stellen nicht finanziert werden können, die etabliert sind und auf die Kinder bauen ist empörend. Die Angebote werden gut angenommen und gehören fest in den Stadtteil. Ein Wegfall ist undenkbar und würde gerade für die Kinder, deren Eltern sich nicht kostenpflichtige Angebote leisten können, eine riesige Lücke hinterlassen“, so Leonidakis. 

Cindi Tuncel, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt: „Es kann nicht sein, dass man erst beschließt die Kinderangebote nicht mehr zu berücksichtigen und jetzt von allen Angeboten im Stadtteil verlangt, ein bisschen kürzer zu treten. Auch 2,1 Prozent weniger tun weh, da die Angebote ohnehin alle knapp auf Kante genäht sind.“

„Wenn die Decke zu kurz ist, hilft es nicht sie hochzuziehen. Wir wollen, dass alle Angebote abgesichert werden, und zwar dauerhaft. Wir fordern deshalb, dass die fehlenden 23.000 Euro aus dem Etat des Sozialressorts ausgeglichen werden“, so Leonidakis und Tuncel abschließend.

In Verbindung stehende Artikel: