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15. Juli 2010 Bildung & Wissenschaft

Russische Studierende im Gespräch mit Abgeordneten

Foto: Dr. Jan Restat

Seit mehreren Jahren besteht zwischen dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen und dem Moskauer National Business Institut eine enge Kooperation. 

Über das Förderprogramm „Ostpartnerschaften“ des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) besuchten in diesem Jahr 14 Studierende der russischen Privatuniversität die Hansestadt.

Ziel des Projektes ist es, partnerschaftliche Beziehungen deutscher Lehreinrichtungen zu Hochschulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Ländern der GUS zu fördern, um so einen Beitrag zu leisten:

  • zur Festigung bestehender und zur Initiierung neuer, dauerhafter Partnerschaften mit Hochschulen der Zielregion,
  • zu einer fachlich breit angelegten Zusammenarbeit in Lehre und Forschung,
  • zum Austausch von Wissenschaftlern, Graduierten und Studierenden im Rahmen der Partnerschaften,
  • zur nachhaltigen strukturellen Verbesserung der Lehr- und Forschungsbedingungen in den Partnerländern,
  • zur Internationalisierung der deutschen und ausländischen Hochschulen.

Neben der Teilnahme an einem interkulturellen Seminar der Bremer Uni mit den Schwerpunkten Landeskunde und Globalisierung stand auch ein Besuch der Bremischen Bürgerschaft auf der Tagesordnung. Im Plenargebäude informierten sich die Studierenden über den Ort der politischen Willensbildung im Zwei-Städte-Staat.

Dabei stand Klaus-Rainer Rupp, Bürgerschaftsabgeordneter der LINKEN der Gruppe Rede und Antwort. Er erläuterte den Studierenden im Plenarsaal der Bürgerschaft die Besonderheit der parlamentarischen Institution des kleinsten Bundeslandes mit der doppelten Funktion der Bürgerschaft als kommunales und föderales Parlament. Auch die Darstellung der Aufgaben der Abgeordneten in Parlament, Ausschüssen und Deputationen sowie in der Kommunikation mit BürgerInnen und Institutionen wurden von den Studierenden mit Interesse aufgenommen. In der anschließenden Gesprächsphase entspann sich eine angeregte Diskussion mit Klaus-Rainer Rupp um Fragen von staatlicher Verschuldung, um die Notwendigkeit der Einkommenssteuererhöhung und Vermögenssteuer für Reiche, um Steueroasen, und um die Wichtigkeit der Regeln für die Wirtschaft zum Zwecke der Einbindung in die gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Die Studierenden freuten sich, viele Informationen über das Funktionieren eines Landesparlaments in einem föderalen System erhalten zu haben. Red./Dr. Jan Restat