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12. August 2010 Fraktion

Bremer Theater: Jost Beilken begrüßt neuen Intendanten – Finanzdefizit der Opernbühne macht sachliche Konsequenzen nötig

Zur Entscheidung, Michael Börgerding zum neuen Intendanten für das Bremer Theater zu benennen, erklärt Jost Beilken, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Der zukünftige Theaterintendant steht offenbar für eine Richtung, die aktuelle zeitkritische Inhalte stärker berücksichtigt als das bisher schon der Fall war. Deshalb, und auch wegen der Chance für einen mehr teamorientierten Führungsstil, begrüßen wir als LINKE die Entscheidung für Michael Börgerding. Auch die aktuelle Lösung, für zwei Jahre ein Leitungsteam der Spartenleiter einzusetzen, ist für uns völlig in Ordnung. Entscheidend ist die Stimmung am Theater und in der Stadt, trotz aller Schwierigkeiten interessantes Theater zu machen. Dazu gehört auch Raum für Neues und für Experimente.“ 

Zum gestern bekannt gewordenen Problem, dass die Sonderaufführung der Oper ‚Turandot‘ auf der Seebühne voraussichtlich mit einem Minus von 300.000 Euro abschließt, erklärt Beilken: „Das Finanzdefizit ist vor allem für das Theater selbst ärgerlich, da es nun auch diese Summe zukünftig wird einsparen müssen. Dass in der Konsequenz das Projekt ‚Seebühne‘ für 2011 ausgesetzt werden soll, ist angemessen. Auch gegen die Variante, dass Sponsoren das Risiko tragen, ist in diesem Fall nichts einzuwenden.“

Die CDU-Forderung nach Rücktritt der zuständigen Staatsrätin vom Aufsichtsrat des Theaters hält Beilken für deplatziert. „Wer sich bislang für die Seebühne ausgesprochen hat, darf jetzt nicht über die entstandenen Kosten klagen – denn ein Risiko bei extremen Wetter-lagen kann bei einem solchen Projekt auch bei seriöser Planung nicht ausgeschlossen werden. Die CDU macht es sich mit einer solchen Forderung einmal mehr zu einfach“, findet Beilken.