18. Januar 2019

Eiswettfest: Frauendiskriminierung ist nicht zu tolerieren

Gut 800 Männer treffen sich am Sonnabend (19. Januar 2019) in der Freien Hansestadt zum Eiswettfest. Traditionell wird dazu auch der Bremer Bürgermeister eingeladen. Da Carsten Sieling aber verhindert ist, hätte das Organisationskomitee die Bürgermeisterin Karoline Linnert einladen müssen, was man aber nicht tat, weil Frauen beim Eiswettfest nicht zugelassen sind.

Claudia Bernhard, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft:

„Der Senat hätte die Bürgermeisterin Karoline Linnert schicken sollen und ausprobieren, ob man sich traut, ihr den Zugang zu verweigern. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, den Frauenausschluss entweder zu skandalisieren - oder zu durchbrechen. Die Eiswette wie auch das Schaffermahl machen schon lange deutlich, dass sie längst nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind. Bremens Ausstrahlung leidet unter dieser offen zur Schau getragenen Frauendiskriminierung. Ich hoffe sehr, dass sich Politik, Gesellschaft und auch die Unternehmen davon endlich distanzieren.“