10. Dezember 2018

Tag der Menschenrechte: Cindi Tuncel fordert vom Bremer Senat mehr Engagement für Genozidopfer im Irak und Syrien

Am heutigen Tag der Menschenrechte wird Nadia Murad der Friedensnobelpreis verliehen. Nadia Murad wurde als Jesidin Opfer des Genozids, den der sog. Islamische Staat 2014 in der Region Shingal verübte. Murad konnte entkommen und über das baden-württembergische Landesprogramm für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak nach Deutschland reisen. Bremen möchte auf Antrag der Linksfraktion ein vergleichbares Landesprogramm zusammen mit Brandenburg auflegen, um 20 Frauen eine sichere Aufnahme zu ermöglichen. Das geht aus einer Tischvorlage für die Sozialdeputation hervor.

Cindi Tuncel, friedenspolitischer Sprecher Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft: „Noch immer ist die Situation in der Region Shingal katastrophal. Hunderttausende leben in Camps und unzählige Frauen befinden sich noch in der Gewalt des IS. Die Stadt Shingal ist in weiten Teilen unbewohnbar, der Wiederaufbau stockt. Deshalb ist ein Landesprogramm wichtig, um den traumatisierten Opfern des Genozids hier Sicherheit und Schutz zu bieten. Wir haben uns lange dafür eingesetzt und begrüßen, dass jetzt auch der Senat entsprechende Beschlüsse vorbereitet.“