16. November 2018

Podiumsdiskussion: „Die Spaltung der Linken – einst und jetzt“

100 Jahre sind seit der Novemberrevolution im Jahr 1918 vergangen – ein historisches Ereignis, das bereits im Vorfeld gravierende Auswirkungen auf die deutsche Linke hatte. Es kam zur Spaltung – auch hier in Bremen.

Bereits während des Ersten Weltkriegs hatte sich die ursprüngliche Bremer Sozialdemokratie inhaltlich und organisatorisch tief gespalten. Neben der USPD und der MSPD gab es als relevante linke Kraft die „Bremer Linksradikalen“, die sich später mit der Spartakusgruppe zur KPD vereinigten. Das Ringen dieser Gruppierungen in der Novemberrevolution bis zur verfassungsgebenden Bremer Nationalversammlung und in den weiteren Jahren der Weimarer Republik prägte ganz wesentlich den politischen Werdegang der ersten deutschen parlamentarischen Demokratie.

Doch obwohl es damals und auch aktuell inhaltliche Schnittmengen gab und gibt, stehen die linken Parteien auch heute getrennt – und vor großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen: Egal ob Pegida oder „Pro Chemnitz“ – Rechte und Rechtsextreme zeigen und äußern sich immer offener, rechtes und eigentlich unsagbares Gedankengut wird durch Akteurinnen wie die AfD wieder salonfähig.

Vor diesem Hintergrund wollen

  • Kristina Vogt
    (Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft))
  • und
  • Björn Tschöpe
    (Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion Land Bremen)

auf dem Podium und mit dem Publikum diskutieren.

Was führte zur Spaltung der deutschen und Bremer Linken? Wo lagen die gravierenden Unterschiede zwischen MSPD, USPD und den Kommunisten in Bremen? Gab es in der Weimarer Republik linke Gemeinsamkeiten im Kampf gegen die Rechte? Wie ist die Situation heute? Was trennt SPD und DIE LINKE im Bund und in Bremen?

Diese und weitere Fragen sollen am 22. November ab 19 Uhr, in der Union-Brauerei  im Mittelpunkt stehen. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Lothar Machtan.

Über eine Ankündigung und Berichterstattung würden wir uns freuen.