29. Januar 2019

LINKE unterstützt Forderungen und Warnstreik des Gesundheitsamtes Bremen

Die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft unterstützt die Forderungen der Kolleg*innen des Bremer Gesundheitsamtes nach einer dringend notwendigen Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Am morgigen Mittwoch treten die Beschäftigten des Gesundheitsamtes im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder in einen mehrstündigen Warnstreik und ‚besuchen‘ die Sitzung der Gesundheitsdeputation. Bereits im Dezember legten sie dort den Fachpolitiker*innen ihr Forderungspaket vor. Nun erwartet man Lösungen von der zuständigen Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt.

Peter Erlanson, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion begrüßt diese Initiative: „Neben der berechtigten Tarifforderung einer Lohnerhöhung von 6 Prozent für die Beschäftigen der Länder wie es die Gewerkschaft ver.di fordert, ist es ein absolutes Muss, dass sich an der derzeitigen Belastung der Kolleg*innen im Gesundheitsamt schleunigst etwas ändert. Mir ist die Schilderung der angespannten Arbeitssituation noch vom letzten Besuch der Mitarbeiter*innen bei der Gesundheitsdeputation im Dezember eindringlich in Erinnerung. Es fehlt dort auf allen Ebenen an Personal, sodass einzelne Abteilungen ihre gesetzlichen Aufgaben z.B. im Bereich des Impfschutzes oder bei Hygienekontrollen teilweise nicht mehr erfüllen können. Mir ist auch bewusst, dass man Fachpersonal nicht beliebig backen kann, umso mehr muss man die Arbeitsbedingungen attraktiver machen, beispielweise die elendige Befristungspraxis endlich abstellen.“

„Die Gesundheitssenatorin muss handeln und sie muss es schnell tun. Ein nicht arbeitsfähiges Gesundheitsamt kann sich keine Stadt leisten“, stellt der Gesundheitspolitiker abschließend fest.