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19. August 2010 Umwelt, Verkehr & Energie

Atomtransporte durch das Land Bremen - LINKE reicht Große Anfrage ein

Quelle: http://de.wikipedia.org

Immer wieder kommt es zu Atomtransporten durch das kleinste Bundesland. Zuletzt am 9. August 2010, als an der Containerkaje in Bremerhaven 45 hoch radioaktive Brennelemente verladen worden sind.

Diese Transporte sind sehr risikoreich, wie ein Vorfall im Frühjahr dieses Jahres zeigt. Am 8. März stoppte die Polizei auf der A1 bei Bremen aus Sicherheitsgründen einen LKW mit 15 Tonnen Uranhexaflourid, weil der Frachtbehälter so stark gerostet war, dass ein Austritt des hochgiftigen und lebensgefährlichen Stoffes nicht mehr ausgeschlossen werden konnte.

Zwischen 2004 und 2008 fanden 326 Atomtransporte nach Atomrecht und 422 nach Bremischer Hafenordnung statt. Das sind durchschnittlich fast drei Atomtransporte pro Woche über Bremen beziehungsweise Bremerhaven, wie der rot-grüne Senat aufgrund einer Großen Anfrage der LINKEN im letzten Jahr einräumen musste.

Die Landesregierung hat sich zwar wiederholt für den Atomausstieg und gegen Atomtransporte ausgesprochen. Bei konsequenter Umsetzung dieser politischen Bezeugung hätten Atom- transporte über Bremisches Gebiet drastisch minimiert und schlussendlich beendet werden. Stattdessen ist jedoch von 2007 auf 2008 ein Anstieg von Atomtransporten zu verzeichnen.

DIE LINKE hat nun wiederum eine Große Anfrage eingereicht, mit der unter anderem geklärt werden soll, wie viele Transporte von radioaktiven Stoffen in den Jahren 2009 und 2010 über Bremisches Gebiet stattfanden, ob radioaktive Stoffe im gleichen Zeitraum für mehr als 24 Stunden im Stadtgebiet von Bremen oder Bremerhaven zwischengelagert wurden und welche Schritte der Senat bereits unternommen hat, um Atomtransporte über Bremisches Gebiet zu verringern beziehungsweise zu verhindern.

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