22. November 2018

LINKE begrüßt Kooperationsabkommen des Landes Bremen mit Yad Vashem und erwartet vom Senat nun konsequente Umsetzung

Am heutigen Donnerstag (22.11.2018) unterschreibt der Bremer Senat das Kooperationsabkommen mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem über eine Zusammenarbeit in der pädagogischen Vermittlung des Holocausts. Das Abkommen schließt an eine zentrale Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) mit der Gedenkstätte an und beinhaltet einen Austausch über aktuelle pädagogische Konzepte sowie die gemeinsame Fortbildung für Lehrkräfte.

Kristina Vogt, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Die Vermittlung des Holocausts im Schulunterricht ist eine wichtige und schwierige Aufgabe, die Lehrkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Ich begrüße es daher sehr, dass das Land Bremen sich für diese Vermittlungstätigkeiten Hilfe bei der Gedenkstätte Yad Vashem holt. Mich selbst hat die Gedenkstätte bei den gemeinsamen Reisen des Vorstands der Bremischen Bürgerschaft tief beeindruckt. Sie ist ein ganz besonderer Ort der Geschichtsvermittlung und ich bin froh, dass nun Lehrerinnen und Lehrer die Chance bekommen, an den dortigen pädagogischen Kenntnissen teilzuhaben.“

Allerdings hinterfragt Vogt, ob von Seiten des Senats schon alle Schritte vorbereitet wurden, um das Abkommen jetzt auch umzusetzen: „Uns bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen wurden noch keine Konzepte vorgelegt, wie das Abkommen mit Leben gefüllt werden soll. Wie viele Lehrkräfte können an Fortbildungen teilnehmen? Wie können und sollen diese das erworbene Wissen an ihren Schulen weitergeben, damit möglichst viele Jugendliche von neuen Lehrmethoden profitieren? Und wie soll der Denkort Bunker Valentin als zentrale Gedenkstätte des Landes Bremens in die Kooperation einbezogen werden? Für mich sind noch sehr viele Fragen offen, die der Senat schnellstmöglich klären muss. Ein unterschriebenes Dokument alleine reicht nicht, die vereinbarten Maßnahmen müssen auch umgesetzt werden.“