Der Umstieg vom Auto auf Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel schont nicht nur die Umwelt, sondern mindert auch die Lärmbelastung in Innenstädten und Wohngebieten.
Somit steigt die Lebensqualität in den Städten durch reduzierte Feinstaub- und Lärmbelastung bei gleich- zeitig freiwerdenden anderweitigen Nutzungsflächen.
In Bremen gibt es zwar ein ausgebautes Fahrrad- wegenetz, sichere und kostenlose Abstellmöglich- keiten an Verkehrsknotenpunkten sind jedoch Mangelware.
So reichen die Kapazitäten des ADFC weder am Hauptbahnhof und dem Vegesacker Bahnhof oder von BREPARK in den Parkhäusern am Brill, Mitte und Vegesack, noch sind sie flächendeckend kostenlos.
Ergänzend müssen weitere unentgeltliche, leicht zugängliche, überdachte und bewachte Fahrrad- abstellplätze im Stadtzentrum sowie an zusätzlichen Verkehrspunkten, wie beispielsweise dem Airport, angeboten werden. Denn auch am Flughafen fehlen die überdachten Fahrradunterstell- möglichkeiten. Wer aus beruflichen Gründen - trotz eines gesellschaftlichen Umdenkens - gezwungen ist, weiterhin mit dem Flieger zu Geschäftstreffen zu reisen, kann nicht mal eben von der Innenstadt aus mit dem Fahrrad zum Airport anreisen. Gleiches gilt für die MitarbeiterInnen des Flughafens.
Flexible Fahrradverleihangebote sind in Bremen faktisch nicht vorhanden. Während in Hamburg stadtweit an 71 Ausleihstationen rund 1.000 Fahrräder zur Verfügung stehen, umfasst dieses Angebot in Bremen nur neun Leihräder. Ein bischen wenig für die Weserstadt.
Der Senat soll nun mit einem Antrag unter anderem dazu aufgefordert werden, der Stadtbürger- schaft bis zum 31.Oktober 2010 ein Konzept zum Ausbau von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorzulegen.