11. Dezember 2018

DGB Ausbildungsreport zeigt: Bremen ist mal wieder Schlusslicht

Gestern (10. Dezember 2018) stellte der DGB den Ausbildungsreport Niedersachsen-Bremen 2018 vor.

Miriam Strunge, ausbildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert dazu: „Bremen ist mal wieder Schlusslicht, wenn es um den Ausbildungsmarkt geht. 20 Prozent der jungen Erwachsenen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, das ist der schlechteste Wert im Ländervergleich. Gleichzeitig gibt es auf 100 Bewerber*innen nur 87,5 Ausbildungsplätze in Bremen. 2018 waren laut DGB fast 900 Menschen in Bremen bei ihrer Bewerbung, um einen Ausbildungsplatz erfolglos. Die tatsächliche Zahl der erfolglosen Bewerbungen schätzt der DGB aber deutlich höher, denn viele wandern ins Übergangssystem und tauchen dann nicht mehr in der Statistik auf. All diese Zahlen müssten die Kammern aber auch die Politik alarmieren hier endlich beherzt zu handeln und zwar mit sichtbaren Ergebnissen. Deshalb unterstützt DIE LINKE die Forderung des DGB auf Landesebene eine Ausbildungsumlage einzuführen, um so die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen. Wir haben dazu einen Antrag in der Bremischen Bürgerschaft eingereicht, denn wir finden, jeder junge Mensch hat das Recht auf einen Ausbildungsplatz.“

Strunge weiter: „Der Bericht zeigt außerdem, dass die Kammern ihre Ausbildungsbetriebe stärker kontrollieren müssen, um Qualität und gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Wenn 32 Prozent der Azubis keinen betrieblichen Ausbildungsplan haben und 31 Prozent der Auszubildenden regelmäßig fast 4 Überstunden die Woche machen, dann zeigt uns das auch hier dringenden Handlungsbedarf. Die Betriebe müssen gute Ausbildungsbedingungen gewährleisten und das muss auch kontrolliert werden.“


Den Antrag der Fraktion DIE LINKE ‚Mehr Ausbildungsplätze ermöglichen: allgemeinen Ausbildungsfonds im Land Bremen jetzt auf den Weg bringen‘ finden Sie hier.