Der Weserkurier hat damit begonnen, nach Teilen der Druckbelegschaft, Anzeigenverkauf und Kundencenter, nun auch die Zeitungszustellung aus dem Verlag auszulagern. Die ersten Zustellbezirke sind bereits an nicht tarifgebundene Firmen übergegangen. Mehrere Dutzend betriebsbedingte Kündigungen waren die Folge. Der Lohn für die Zusteller und Zustellerinnen ist in einem Tarifvertrag festgelegt. Diesen Lohn will allerdings will der Verleger vom Weserkurier, Bremer Nachrichten und Kurier am Sonntag nicht mehr bezahlen und die Arbeit an andere, billigere Firmen auslagern. Die Folge: Reklamationen unzufriedener Kunden.
Die Zusteller und Zustellerinnen wehren sich und bitten die Leserinnen und Leser der Zeitungen um ihre Mithilfe. In ihrem Flugblatt heißt es: "Gute Arbeit wollen wir zu guten Löhnen leisten, damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ihre Zeitung in gewohnt guter Qualität zugestellt bekommen. Wir wollen, dass Kolleginnen und Kollegen für ihre schwere Arbeit einen menschenwürdigen Lohn erhalten, und dass Kolleginnen/en mit Schwerbehinderungen weiter eine Chance auf eine Tätigkeit als Zusteller haben."
Aus den genannten Gründen wird auf dem Flugblatte gebeten, dem Verlag die "rote Karte" zu zeigen, die Postkarte auf dem Flugblatt auszuschneiden, auszufüllen und an den Verlag zu senden. Flugblatt mit Postkarte hier.
(sh)