Zurück zur Startseite
27. August 2010 Erlanson

Heinsohn und Sarrazin die geistigen Brandstifter der Neuzeit

Wenn Professor Gunnar Heinsohn vom Elterngeld als Fortpflanzungsprämie der Unterschicht und von zu vielen gesellschaftlich wertlosen Kinder spricht, macht er eines deutlich seine Menschenverachtung, erklärt Peter Erlanson, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft. Damit ist aber noch längst nicht Schluss. Heinsohn lässt die Welt wissen, dass, solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen werden.

Erlanson weiter: Sarrazin legt nach und verkündet, dass die Türken Deutschland genauso wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben, nämlich durch eine höhere Geburtenrate.

Heinsohn und Sarrazin, so Erlansons Resümee, sind die politischen Brandstifter der Neuzeit. Sie sind es, die mit ihren rechtspopulistischen Äußerungen den Boden für die soziale Kälte bereiteten und sicherlich auch weiterhin bereiten werden. Dank dieser Personen ist es heute möglich, das so genannte Sparpaket der Bundesregierung zu verkaufen. Tatsächlich ist es ein Sozialabbaupaket, gehen doch die meisten Einsparungen zu Lasten der Schwächsten in unserer Gesellschaft.

Umso bedauerlicher ist es, dass es nicht gelungen ist, trotz angeregter Debatte innerhalb der Bremischen Bürgerschaft, die Fraktionen dazu zu bewegen, sich deutlich von Heinsohns abfälligen Thesen zu distanzieren. Erwähnenswert ist immerhin der Mut des Staatsrats im Sozialressort, Dr. Joachim Schuster, der glaubte im Namen aller Abgeordneten zu sprechen, als er Heinsohns Thesen rückhaltlos verurteilte.